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Auf 1.000 Einwohner kommen 587 Autos 20.03.2017 


Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd“, so sagte Kaiser Wilhelm II um 1900 - zu einer Zeit, in der sich noch die wenigsten die Vorteile der individuellen Mobilität mit der Motor- statt der Pferdekraft vorstellen konnten.

Heute ist das Auto gerade im ländlichen Raum für viele Menschen unverzichtbar geworden. So waren im Landkreis Emmendingen im Jahr 2016 insgesamt 138.488 Fahrzeuge zugelassen – so viele wie noch nie. Gemessen am Vorjahr sind dies 3.037 Fahrzeuge mehr, die auf den Straßen im Landkreis unterwegs sind. In der Gesamtfahrzeugzahl sind neben 95.926 PKWs auch 6.090 Lastkraftwagen, 98 Busse, 8.166 Zugkraftwagen wie Schlepper, Motorräder, Anhänger sowie 1.397 Sonderfahrzeuge wie zum Beispiel Verkaufswagen und Wohnmobiel enthalten.

Bei den PKWs wurde 2016 im Landkreis ein Höchststand mit 95.026 zugelassenen Fahrzeugen erreicht. Das waren 2.084 Autos mehr als noch im Vorjahr. Auf 1.000 Kreiseinwohner kommen rechnerisch somit 587 Autos. Damit liegt der Landkreis nahezu exakt im baden-württembergischen Landesdurchschnitt mit 586 PKWs je 1.000 Einwohner.

 

Einen deutlichen Anstieg gab es im vergangenen Jahr bei den derzeit  6.090 zugelassenen LKWs mit 271 mehr Fahrzeugen als im Vorjahr – das ist zudem ein Plus von über 20 Prozent innerhalb der vergangenen fünf Jahre.

Mit Beginn des Frühjahrs und dem damit verbundenen Start der Motorradsaison werden die Zweiräder wieder vermehrt auf den Straßen zu sehen sein: 10.804 Motorräder sind bei der Kfz-Zulassung im Haus am Festplatz gemeldet. Gegenüber dem Jahr 2015 ist ihre Zahl um 220 Motorräder – das ist eine Zunahme um zwei Prozent -  angestiegen.

Die umweltfreundlichen Alternativen wie Hybrid- oder Elektrofahrzeuge, sind bislang nur selten auf den Straßen unterwegs. Im Landkreis waren im Jahr 2016 genau 548 Fahrzeuge mit Hybrid- und 205 Fahrzeuge mit reinem Elektromotor registriert. Gemessen an der Menge der insgesamt zugelassenen Fahrzeuge liegt ihr Anteil unter einem Prozent. Jedoch hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit reinem Elektromotor im Vergleich zum Jahr 2015 schon mehr als verdoppelt.

Gesunken ist im vergangenen Jahr die Zahl der Wunschkennzeichen. Mit 11.345 Kennzeichen waren dies fast fünf Prozent weniger als noch im Vergleich zum Vorjahr. Erklären lässt sich dieser Rückgang dadurch, dass Fahrzeughalter schon seit dem Jahr  2015 ihre Kennzeichen aus einem anderen Land- oder Stadtkreis mitnehmen und beibehalten können. So kann es durchaus vorkommen, dass das Fahrzeug eines Kreiseinwohners, der aus Norddeutschland in den Landkreis zugezogen ist, weiterhin das Kennzeichen der Hansestadt Hamburg trägt.

In der Kfz-Zulassung herrscht jetzt im Frühjahr wieder Hochbetrieb. „Hauptsaison“ ist traditionell die Osterzeit. Das Landratsamt empfiehlt deshalb, zur Vermeidung von Wartezeiten die Fahrt zur Zulassungsstelle rechtzeitig vor dem Osterausflug einzuplanen.